
Eine überaus hübsche und schnell zu verwirklichende Buchidee – vielen Dank an Natasha vom inspirierenden und phantasievollen YouTube-Kanal „Treasure Books“! Es wird keine Nähmaschine und keine komplizierte Hefttechnik benötigt. Es wird auch kein separater Bucheinband gefertigt. Diese Art von Büchern kann unheimlich viel Material aufnehmen, ohne daß die Buchdeckel aufsperren.
Bei dieser unkomplizierten Art der Bindung kannst Du Deine Phantasie sprießen lassen, verwende für den Inhalt der einzelnen Papierlagen Papiere jeglicher Größe, Farbe, Qualität. Du kannst wunderbar Papierreste und -abschnitte von anderen Projekten mit verwenden. Mach es so bunt und wild, wie Du möchtest. Meine Idee war, eine bestimmte Art von Geschenkbüchern zu verwenden. Ich hatte sie aussortiert, da ohne Widmung und dem Schenker nicht mehr zuordenbar. Auch passen viele Texte, Sprüche u.ä. nicht mehr so in mein Sein. Diese Bücher haben jedoch oft sehr schöne Bilder. Wie ich so bin, konnte ich sie nicht gleich wegwerfen. Und so bekamen einige Seiten daraus ein schönes neues Leben. Besonders reizvoll fand ich das quadratische Format – kurioserweise hatten sie dieselben Maße!
Vorsichtig habe ich die Geschenkbücher demontiert, so daß die Inhaltsseiten ganz blieben. Zum Glück waren die Bücher fadengeheftet, so daß ich komplette Doppelseiten erhielt. Kombiniert habe ich die Seiten mit zugeschnittenen Seiten aus großen Briefumschlägen und verschiedenen anderen Papieren aus meinem Vorrat. Die nicht so passenden Seiten aus den Geschenkbüchern habe ich komplett oder stellenweise mit Hintergrund- und Motivpapieren überklebt. Aus den einzelnen zur Doppelseite gefalzten Papieren sortierst Du Dir die Lagen aus ca. 5 – 7 Papieren zusammen. Die jeweils äußeren Bogen aller Lagen sollten das gleiche Maß haben und aus etwas stabilerem Papier sein. Das macht sich beim Zusammenkleben besser. Die Anzahl der Lagen ist beliebig.
Dann werden die Lagen im Falz mit der 3-Punkt-Bindung miteinander verbunden, d.h. von Hand zusammengenäht.
- Du brauchst eine Ahle zum Vorstechen und einen etwas dickeren Faden oder Stickgarn.
- Außerdem benötigst Du eine Schablone, damit an jeder Lage die Löcher an derselben Stelle sind. Die vorgestochenen Löcher werden, z.B. mit Nadeln, fixiert, damit nichts mehr verrutschen kann.
- Die beiden Enden werden sorgfältig verknotet, den Längsfaden nimmst Du dabei in die Mitte des Knotens.

Anhand dieser Skizze kannst Du den Verlauf des Fadens nachvollziehen.
Die so zusammengenähten Lagen werden jetzt flächig zusammengeklebt, die letzte Seite einer Lage mit der jeweils ersten Seite der darauffolgenden. Ich verwende dafür weißen Bastelleim, den ich zügig dünn und ganzflächig mit dem Pinsel auftrage. Ca. 2 cm vom Rücken bleiben dabei frei, dort wird kein Kleber aufgetragen, so daß die Nachbarlagen dort nicht zusammenkleben. Das ist der Trick, der dem Buchrücken ganz viel Freiheit zum Dehnen verleiht.
- am Rücken ca. 2cm frei von Kleber lassen und dort die Lagen nicht verkleben
Die äußeren Flächen des Büchleins vorn und hinten – der „Einband“ – können zusätzlich dekoriert werden, z.B. mit einem geschöpften oder einem dekorativen Motivpapier, mit einem Etikett (book plate) und Verzierungen jeder Art.
Du kannst das Büchlein üppig mit Photos, Postkarten, Andenken, Mitbringseln, Papier- und Stoffkleinigkeiten befüllen , ohne daß es aufsperrt:
- ich habe einiges Material zusammengesucht, das von der Größe paßt,
- Du siehst, es ist ein dicker Stapel, und dann zwischen die einzelnen Seiten gelegt –
- Der Buchdeckel bleibt waagerecht liegen, nur der Rücken hat sich ausgedehnt – genial!
Herzlichen Dank für Dein Interesse, fürs Lesen und Teilen!
Nun wünsche ich Dir viel Spaß beim Nachbasteln, Experimentieren und Verwirklichen Deiner Buchideen! Sende mir Deine Anregungen und Fragen gerne via Kontaktformular oben rechts oder an info@hobby-kreativ.de












